Kultur : DOKUMENTATION

Verstörung – Die Filmlegende Bernhard Wicki

Christian Schröder

Sirenen heulen, Granaten explodieren und ein Sarg wird zu Grabe getragen. Die Bilder zeigen Bernhard Wickis Beerdigung im Januar 2000, die Tonspur stammt aus seinem Antikriegsfilm „Die Brücke“, mit dem der Regisseur 1959 berühmt geworden war. Er hatte danach weitere Filme gedreht, aber „Die Brücke“ sollte sein größter Erfolg bleiben.

Seine Witwe erzählt in einer Collage aus Filmausschnitten, Interviews, O-Tönen und Off-Kommentar das Leben des 1919 als Schweizer in Österreich geborenen und im sächsischen Köthen aufgewachsen Wicki nach. Ihr Porträt ist eine Liebeserklärung, durch die mitunter weht etwas zu viel Weihrauch. Klaus Maria Brandauer liest Wicki-Gedichte und Maximilian Schell sitzt als onkelhafter Erzähler im Lehnstuhl. Posthumes Porträt. Christian Schröder

„Verstörung – und eine Art von Poesie. Die Filmlegende Bernhard Wicki“, D 2007, 123 Min.,

R: Elisabeth Wick-Endriss

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben