Kultur : DOKUMENTATION

China Blue

Silvia Hallensleben

Die Lifeng-Fabrik im südchinesischen Shahi ist eine von vielen in der Region, die für Firmen in den USA und Europa modische Kleidung nähen. Hier macht man Jeans unter anderem für Wal Mart und Levi’s. Eines von den Bauernmädchen, die hier arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen, ist die 14-jährige Jasmin aus Szechuan. Die Arbeit ist hart, die Lohnzahlungen sind unregelmäßig,20-Stundenschichten und Nachtarbeit keine Ausnahme. Auch Fabrikdirektor Lam steht gehörig unter dem Druck seiner westlichen Kunden, die Preise und Lieferbedingungen diktieren. Dennoch ist der Film von Micha X. Peled keineswegs „ausgewogen“ geraten. Trotz mancher nach amerikanischer Art etwas sentimental und schlicht geratener Stellen kann man in „China Blue“ sehr anschaulich etwas über globale Zusammenhänge lernen. Und das ist gut so. Engagierter Globalisierungsfilm. Silvia Hallensleben

„China Blue“, USA 2005,

88 Min., R: Micha X. Peled

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