Kultur : DOKUMENTATION

Calling Hedy Lamarr

Jan Gympel

Vor einem Jahr kehrte sie schon einmal auf die Leinwand zurück: die Wienerin Hedwig Kiesler alias Hedy Lamarr (1914-2000), in den Vierzigern vermarktet als „die schönste Frau der Welt“. Bereits vor der Doku „Hedy Lamarr – Secrets of a Hollywood Star“ ist dieser Film entstanden. Er möchte die Mythen umkreisen. Schließlich gibt es über das Leben der Diva wenig Material, und davon ist wenig glaubhaft – nicht zuletzt durch das eigene Wirken Lamarrs, die ein Netz aus Legenden schuf, in dem sie sich am Ende wohl selbst verfing. Als zentrale Figur des Films fungiert ihr Sohn, und als zentrales Utensil das Telefon: Der Protagonist ist Telefonhändler, seine Mutter war an einer Erfindung beteiligt, die eine Grundlage für den Mobilfunk schaffen sollte. Mit Hilfe von Interviews, die – visuell langweilig – oft als Telefonate inszeniert wurden, entsteht das Bild einer schönen und intelligenten Frau, die sich verkannt fühlte. Unaufgeregtes Porträt. Jan Gympel

„Calling Hedy Lamarr“, D/A/GB 2004, 75 Min., R: Georg Misch

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