Kultur : DOKUMENTATION

As Showtime goes by

Jan Gympel

Die Jüngsten sind sie nicht mehr, jene sechs Berliner Künstler – plus des „Überraschungsgastes“ Rian Es –, die Lothar Lambert in seinem neuen Film porträtiert. Die besten Chancen scheinen sie hinter sich zu haben. Doch sie lassen sich nicht verdrießen: die Komikerin Magy da Silva, die sich überlegt, wie lange sie noch wie viel ausziehen kann, der androgyne Dieter Rita Scholl, der so überzeugend die alternde Joan Crawford darstellen kann, der Musiker, einstige Modedesigner und Religionslehrer Brother Mad G. oder das turbulente Trio Triple Sec. Sie machen weiter, und sei es nur aus Freude am Auftreten. Lambert, in den Siebzigern und Achzigern der wichtigste Vertreter des West-Berliner Undergroundfilms, hätte früher wohl Fakten und Fiktionen zu einem Film vermischt. Nun hat er sich auf recht sachliche Dokumentationen wie diese verlegt. Interessanter Porträtfilm.

Jan Gympel



„As Showtime goes by“, D 2007, 66 Min., R: Lothar Lambert

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