Kultur : DOKUMENTATION

Sisters in Law

Christina Tilmann

Ein kleines Dorf in Afrika, die Kinder spielen auf der Straße. Fröhliches Schwatzen auch im Gericht. Als die Staatsanwältin den Raum betritt, stehen alle auf. Alltägliches Leben. Alltägliche Vorkommnisse. Eine Frau wird von ihrem Mann geschlagen und will die Scheidung. Eine Zehnjährige ist vergewaltigt worden, der Vergewaltiger behauptet, sie habe sich prostituiert. Und ein kleines Mädchen ist brutal verprügelt worden, die Tante streitet alles ab. Drei Fälle, die Florence Ayisi und Kim Longinotto in ihrem lakonischen und ungeheuer engagierten Dokumentarfilm „Sisters in Law“ schildern. Denn die Richterin und die Staatsanwältin, die im Zentrum des Films stehen, bemühen sich nicht nur um die Einzelfälle, sondern darum, das Denken einer ganzen Gesellschaft zu verändern. Mit Erfolg. Politisch wichtig. Christina Tilmann



„Sisters in Law“, GB/Kamerun 2005, 104 Min., R: Kim Longinotto & Florence Ayisi, D: Beatrice Ntuba, Vera Ngassa

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