Kultur : Dokumente waren fast 40 Jahre unter Verschluss

Israel gibt die seit fast 40 Jahren unter Verschluss gehaltenen Memoiren des hingerichteten NS-Verbrechers Adolf Eichmann für die Öffentlichkeit frei. Die 1300 Seiten umfassenden Memoiren sollen in den kommenden Tagen erscheinen. Ein Exemplar sei bereits an die amerikanische Wissenschaftlerin Deborah Lipstadt gesandt worden, die sich gegen die Klage eines Holocaust-Revisionisten verteidigen müsse, erklärte das Justizministerium. Gemeint war damit der Prozess des britischen Schriftstellers David Irving gegen Lipstadt. Irving bestreitet die Morde an den Juden nach eigenen Angaben nicht, bezweifelt aber die Zahl der Toten.

Israel hatte schon im vergangenen Jahr die Veröffentlichung der Memoiren angekündigt, nachdem einer der Söhne Eichmanns mit rechtlichen Schritten gedroht hatte.

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