Kultur : DRAMA

The Bubble

Marit Nieschalk

Der neue Film von Eytan Fox („Yossi und Jagger“) beschreibt Tel Aviv als Seifenblase, als Ort der mühsam aufrecht erhaltenen Normalität. Die Menschen gehen ins Theater, Kino, Café, kennen sich aus mit Mode und Musik. So auch die drei Mitbewohner Noam, Lulu und Yali. Sie sind politisch interessiert, veranstalten einen Rave für den Frieden und diskutieren über die Besatzung, und sie genießen ihr Single-Dasein. Als Noam sich in den Palästinenser Ashraf verliebt, dringt die Wirklichkeit in ihren Alltag ein. Die Stärke des Films: Er moralisiert nicht. Die Handlungsmotive der Figuren sind Liebe und Sehnsucht, Zweifel und Wut sowie der Wunsch nach Spaß und Ablenkung. Doch in einer Region wie dieser können banale Handlungen politisch werden. Einfühlsamer Film über die junge Generation Israels und die Liebe zweier Männer. Marit Nieschalk

„The Bubble“, Israel 2006, 115 Min., R: Eytan Fox, D: Ohad Knoller, Yousef Joe Sweid, Daniela Wircer

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