Kultur : DRAMA

Vivere

Christina Tilmann

Taxis. Hotels. Bahnhöfe. Orte für Unbehauste, erst recht an Weihnachten. Drei Frauen, drei Blickwinkel, dreimal die gleiche Geschichte, und alles hängt mit allem zusammen. Für ihren dritten Film „Vivere“ hat Angelina Maccarone („Fremde Haut“, „Verfolgt“) eine besonders raffinierte Struktur gewählt. Doch leider schimmert das Drehbuch arg durch, und lässt die Dialoge ziemlich papieren klingen, wenn etwa die unglücklich verliebte Gerlinde (Hannelore Elsner) ihre Sehnsucht bekennen muss. Liebende Frauen, in drei Varianten, Frauenliebe, Schwesternliebe, Mutterliebe, nur dass man bei der herben Taxifahrerin Francesca (Esther Zimmering) immer Jasmin Tabatabai aus „Fremde Haut“ zu sehen meint, und die so viel versprechende Kim Schnitzer in „Lucy“ schon brillanter erlebt hat. Verklausulierte Beziehungskiste. Christina Tilmann

„Vivere“, D 2006, 93 Min.,

R: Angelina Maccarone,

D: Hannelore Elsner, Esther

Zimmering, Kim Schnitzer

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