Kultur : DRAMA

Die Unerzogenen

Britta Weddeling

Spießer werden, wenn sie groß ist, will die 14-jährige Stevie. Denn ihre Eltern sind heimatlose, umherziehende Hippies. Als die drogensüchtige Mutter Lily das Haus ihres verstorbenen Vaters erbt und mit dem schnoddrigen Ehemann Axel von Portugal in eine deutsche Kleinstadt zieht, hofft Stevie auf ein normales Familienleben. Aber die ersehnte Realität stellt sich nicht ein. Bald sind die Eltern erneut in illegale Geschäfte verstrickt. Wie in Christan Petzolds „Die innere Sicherheit“ (2000) sind auch im Regiedebüt von Pia Marais, die selbst in einer Hippie-Familie aufwuchs, die Rollen von Erwachsenen und Kindern vertauscht. Stevie ist gezwungen, zu den Eltern auf Distanz zu gehen und ihren eigenen Weg zu finden. Nach einem rasanten Start gehen dem Film die Ideen aus. Verliert sich. Britta Weddeling

„Die Unerzogenen“, D 2007, 95 Min., R: Pia Marais, D: Céci Chuh, Birol Ünel, Pascale Schiller

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