Kultur : DRAMA

Die Töchter des chinesischen Gärtners

Nadine Lange

Li ist im Waisenhaus aufgewachsen. Als sie mit Anfang 20 eine Praktikumsstelle bei einem berühmten Botanikprofessor bekommt, ist das eine große Chance für sie. Im Garten des strengen Professors lernt Li dessen Tochter An kennen, der sie beim Wurzelsuchen und Pflanzenhegen bald näher kommt. Die beiden werden Geliebte, worauf im China der achtziger Jahre noch die Todesstrafe steht. Sie hecken einen fatalen Plan aus, um für immer zusammen sein zu können. Das atmosphärisch etwas an Deepa Mehtas „Fire“ erinnernde Drama setzt die Leidenschaft der Frauen in relativ abgegriffenen Bildern um und schwelgt ansonsten ausführlich in opulenten Naturaufnahmen. So ist der Film, der in China keine Drehgenehmigung bekam, vor allem durch sein mutiges Beleuchten eines Tabuthemas relevant. Schwelgerisches Lesbendrama. Nadine Lange

„Die Töchter des chinesischen Gärtners“, F/Kanada 2005, 95 Min., R: Dai Sijie, D: Mylène Jampanoi, Li Xiaoran, Dongfu Lin

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