Kultur : Drei Vorschläge für Wagner-Nachfolge

Der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung hat eine Entscheidung über die Nachfolge von Festspielleiter Wolfgang Wagner (80) vertagt. Wie erwartet wurden Wagners Ehefrau Gudrun Wagner (55), seine Tochter Eva Wagner-Pasquier und seine Nichte Nike Wagner (beide 54) vorgeschlagen. Sie sollen aber zunächst Konzepte über die Zukunft der Bayreuther Festspiele vorlegen, teilte der Geschäftsführer der Stiftung, der Bayreuther Oberbürgermeister Dieter Mronz (SPD), am Freitag mit. Wolfgang Wagner hatte im März das in der Stiftungssatzung vorgesehene Verfahren zur Regelung seiner Nachfolge eingeleitet. Angesichts der geplanten Zuschusskürzungen des Bundes erklärte Wagner später jedoch, er werde "nicht eher von dieser Stelle weichen", bis die finanzielle und rechtliche Zukunft absolut gesichert sei. Die Kandidatur Nike Wagners, der Tochter des 1966 verstorbenen Wieland Wagner, enthält eine Teamlösung mit dem neuen Präsidenten der Bayerischen Theaterakademie, Peter Ruzicka. Einen Zeitpunkt für den Wechsel in der Festspielleitung nannte Mronz nicht. Diese Frage soll im Einvernehmen mit Wolfgang Wagner erörtert werden, wenn die Meinungsbildung im 24-köpfigen Stiftungsrat abgeschlossen ist.

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