Dresden : Linkspartei will Brückenbau im Bundestag diskutieren

Im Streit um den geplanten Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke drängt die Linkspartei auf eine Diskussion im Bundestag. Im Falle eines Baus der Brücke droht dem Elbtal die Aberkennung des Welterbe-Titels der Unesco.

Dresden - Der Streit um den Bau der Waldschlößchenbrücke in Dresden soll Thema im Bundestag werden. Das forderten in Dresden die kulturpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, Luc Jochimsen, und die stellvertretende Linkspartei.PDS-Landesvorsitzende Katja Kipping. Das Parlament und die Bundesregierung sollten sich so schnell wie möglich mit dieser Angelegenheit befassen.

Der Bescheid des Regierungspräsidiums Dresden zur baldigen Umsetzung des Bürgerentscheids von 2005 und damit zum Bau der Brücke verstößt aus Sicht der beiden Politikerinnen nicht nur gegen die demokratische Kultur, sondern auch gegen alle Kriterien des Unesco-Weltkulturerbes. Es sei unverantwortlich, dass das Regierungspräsidium als Rechtsaufsichtsbehörde in diesem Stadium einschreite, um vollendete Tatsachen zu schaffen.

Auf der Unesco-Liste des Welterbes zu stehen bedeute, Zeugnis vergangener Kulturen und einzigartiger Naturlandschaften zu sein, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Aus diesem Grund müsse die Stadt Dresden jetzt die Zeit haben, die bis Ende 2007 festgelegte Verständigung mit der Unesco zu finden. Es bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf.

Die geplante Brücke ist umstritten, weil die Unesco für den Fall des Baus der Stadt damit droht, dem Elbtal als Landschaft den Status des Weltkulturerbes abzuerkennen. (tso/ddp)

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