Kultur : Dresdens „Weber“ bleiben stumm Landgericht Berlin bestätigt Verbot

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Die Aufführung der umstrittenen Dresdner Inszenierung von Gerhart Hauptmanns „Die Weber“ bleibt verboten. Das Staatsschauspiel Dresden scheiterte gestern am Landgericht Berlin mit einem Widerspruch gegen eine Einstweilige Verfügung. Diese hatte der Bühnenverlag Felix Bloch Erben (Berlin) erwirkt, weil er die Urheberrechte durch die umfassenden TextBeigaben als verletzt ansah. Beide Parteien wollen sich aber jetzt über die umstrittenen Passagen einigen und nahmen Gespräche auf.

„Ohne Änderungen wird man sich nicht verständigen können“, sagte der geschäftsführende Direktor des Theaters, Hergen Gräper nach der Verhandlung am Berliner Landgericht, das damit den Vorstellungen des Verlages folgte. „Der Verlag muss die Änderungen genehmigen“, betonte Richterin Christel Hengst. Dies sei nicht erfolgt. Der in Folge einer mündlichen Absprache unterzeichnete Vertrag enthalte keine allgemeine Änderungsbefugnis. Der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, kritisierte den Beschluss als „äußerst fragwürdig“ und einseitig: „Das ist eine Entscheidung gegen die Kunst.“ Der Dresdner Intendant Holk Freytag bezeichnete das Verbot als „Anschlag auf das deutsche Theatersystem“ dpa

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