Kultur : Drummer Levon Helm ist tot

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Der amerikanische Schlagzeuger und Sänger Levon Helm ist am Donnerstag mit 71 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus gestorben. Der aus Arkansas stammende Helm, der 1965 mit Bob Dylan das Album „Blonde on Blonde“ einspielte, hatte seit 1998 an Kehlkopfkrebs gelitten. „Music From the Big Pink“, das Debütalbum der Gruppe aus dem Jahr 1968, gehört zu den kanonischen Platten der Popgeschichte. Mit Hits wie „The Night They Drove Old Dixie Down“, „The Weight“ und „Up on Cripple Creek“ gelang ihnen eine relaxte, schwerelos dahinfließende Fusion von Folk, Country und Rock. An Thanksgiving 1976 verabschiedete sich The Band mit einem spektakulären, von Gastmusikern wie Neil Young, Muddy Waters und Joni Mitchell geadelten Konzert in San Francisco von der Bühne. Martin Scorsese dokumentierte es in seinem Film „The Last Waltz“.

Helm war nach der Highschool mit dem Rockabilly-Sänger Ronnie Hawkins von Arkansas nach Kanada gezogen, wo sich ihnen die anderen späteren The-Band-Mitglieder anschlossen: Gitarrist Robbie Robertson, Keyboarder Richard Manuel, Bassist Rick Danko und Organist Garth Hudson. Sie trennten sich von Hawkins und gingen nach New York. Dort stellte sie der Bluessänger John Hammond Jr. Bob Dylan vor. Dylan nahm sie auf seine Welttour von 1966 mit, bei der er seine Musik elektrifiziere. Richard Manuel brachte sich 1986 um, Rick Danko starb 1999. Levon Helm komponierte Filmmusiken und trat als Schauspieler in Filmen wie „Three Burials“ und „In the Electric Mist“ auf. Zuletzt veröffentlichte er die Soloalben „Dirt Farmer“ (2007), „Electric Dirt“ (2009) und „Ramble at the Ryman“ (2011). Tsp

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