Dylan, Young, Jagger und Co : Diese Zeiten ändern sich nie

Größer als Gott: Im Oktober soll in Kalifornien ein Festival mit Dylan, den Stones, Paul McCartney, The Who, Neil Young und Roger Waters stattfinden.

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Forever young: Die Rolling Stones dieses Jahr in London.
Forever young: Die Rolling Stones dieses Jahr in London.Foto: Imago

Das hat die Welt wirklich noch nicht gesehen. Um nicht zu sagen, dass ihr sehnsüchtiges Warten darauf endlich belohnt wird: Die Stones, die Beatles (nein, stopp, klar, nur Paul McCartney), The Who, Neil Young, Bob Dylan und Pink Floyds Roger Waters, sie alle zusammen auf einem Festival! Das planen, so weiß es die „Los Angeles Times“, die Macher des in der Regel im April in Kalifornien stattfindenden US- Musikfestivals Coachella, und zwar außer der Reihe, für den Herbst dieses Jahres, vom 7. bis 9. Oktober.

Sind alle auf einer Never-ending-Tour

Damit, so muss man annehmen, ist das Pop- und Rockjahr 2016 komplett gelaufen. Dieses Ereignis stellt alles in den Schatten, bei den Namen und weil Dylan und Paul McCartney sich erstmals überhaupt bei so einem Ereignis begegnen und The Who danach angeblich nie wieder öffentlich auftreten wollen und die Stones passend dazu dieses Jahr das erste Mal seit 2005 wieder ein Studioalbum herausbringen werden und Neil Young sicher auch wieder. Und überhaupt. Noch Fragen? Noch Interesse an anderer, an irgendwie zeitgenössischerer Popmusik?
Ja, doch, die gibt es, die wurde hie und da schon gehört. Aber manchmal hat man den Eindruck, die ganze Popwelt konzentriere sich auf nichts anderes als ihre ewigen Helden auf ihrer never-ending-tour, auf ihre, um mal – eine Nummer kleiner – in Deutschland zu bleiben, ihre Lindenbergs (wird am 17. Mai 70, die Geburtstagsfeierlichkeiten haben angefangen) und Grönemeyers (gerade 60 geworden, stehen also noch ein paar runde Geburtstage an). Waren das Zeiten, als der Punk das ganze Rock-Establishment in die Wüste gejagt hat! Jetzt ist er selbst museal geworden.

Die Alten werden immer größer und lebendiger

„The Times They Are a-Changin’“ sang Bob Dylan 1964, doch davon ist im Pop und Rock nichts mehr zu spüren. Die Alten werden immer noch größer und noch lebendiger. Was sie wohl nach diesem Gipfeltreffen in Kalifornien sind? Größer als Gott.

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