EDITORIAL : Besuch in Bullerbü

Stephan-Andreas Casdorff

Kinderzeit, schöne Zeit. Wie es war, einmal war, wird es nie wieder sein, das ist klar – aber manchmal kommen beim Lesen die Erinnerungen zurück. So wie weiter unten auf dieser Seite beim Namen Astrid Lindgren. Unter der Bettdecke, mit einer Taschenlampe, die einem Diskus glich, mit dem Buch „Wir Kinder von Bullerbü“, mit Lasse, Bosse, Ole, Lisa. Und der Frage, wer nun der war, mit dem man befreundet sein wollte?

Oder dieses wunderbare surreale, kluge, experimentelle Buch „Karlsson vom Dach“, mit dem kleinen dicken Karlsson, der so schnell mit seinen kleinen dicken Fingern die kleinen, köstlichen Klöße essen und der ansonsten fliegen konnte. Ja, wer wollte das nicht können; oder zumindest so einen fantastischen Freund haben.

Was daran erinnert, dass Kinderbücher nicht nur Bücher für Kinder sind. 1978 erhielt Lindgren den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, für ihr Plädoyer zur gewaltfreien Erziehung von Kindern. Und jetzt kann man ihren „Kindern“ begegnen, zu ihrem 100. Geburtstag! Das lohnt das Feiern. Stephan-Andreas Casdorff

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