EDITORIAL : Cool, hot

Stephan-Andreas Casdorff

Berlin als Swinging City. Im Schiller-Theater. In Berlins „Sands“-Casino gewissermaßen. Ach ja, die alten Crooner, die wie Ol’ Blue Eyes, Frank Sinatra, so ein unnachahmliches „Hmhmhmhm“ in der Stimme hatten. Frankieboy, der geschult war im Jazz (bei Tommy Dorsey) und Musik und Rhythmus im Blut hatte, nicht Misuk, also Musik verkehrtherum, und kein Gejammer als Tremolo verkaufte. Der einfach sang.

Wer konnte das sonst noch so? Ja, Dean Martin und, natürlich, Sammy Davis Jr., alle im „Rat Pack“. Schön wär’s, wenn es das noch gäbe und einer von ihnen dem „schwarzen Kennedy“, Barack Obama, auf ehrenvolle Weise alle die Stimmen verschaffte, die der auf dem Weg zum Präsidentenamt braucht. Und dann schmeißt Obama in Washington eine Superparty im Weißen Haus …

Übrigens, der Erkennungssong des Tommy Dorsey Orchestra lautete: „I’m getting sentimental over you“. Ein bisschen was davon tut jedem gut. Und ein wenig Eleganz dazu – das führt zur wahren Coolness. Hot. In Berlin.Stephan-Andreas Casdorff

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