EDITORIAL : Courage zum Zaubern

Stephan-Andreas Casdorff

Ach ja, Zauberei. Manchmal möchte man doch zaubern können. Eine heitere Welt. Ist aber nicht so einfach. Ist – Illusion? Zauberei lässt vieles für einen Augenblick vergessen. Aber immerhin, den Augenblick sollte man genießen.

Die wahre Wirklichkeit, eine, vor die sich keine Kulissen schieben, ist keine Vorstellung, die nach zwei Stunden endet. Sie dauert. Also richten wir uns in ihr ein. Es sich darin gemütlich machen, wird allerdings schwierig. Wegen der, ja, „Globalisierung“. Wenn das inzwischen auch ein Begriff ist, der mitunter mehr verbrämt als enthüllt. Ein Begriff, um zu tarnen. Und einer, um zu verstecken. Pläne. Sich.

Es ist so, weil sich im Zusammenleben so viel geändert hat. Alle schauen auf alle, und immer mehr mit Misstrauen. Ob in der S-Bahn oder auf den Straßen. Wer fremd wirkt, gleich in welcher Weise, wer sich vielleicht anders aufführt, der kann es erleben.

Was uns gut täte? Courage, Zivilcourage. Das sind mehr als schöne Worte – magische Worte. Und beileibe keine Illusion. Ein kleiner Trick: Versuchen wir’s.

Stephan-Andreas Casdorff

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