EDITORIAL : Park & hide

Lorenz Maroldt

In Mitte kostet das reguläre Parkticket auf die Stunde Vergnügen berechnet jetzt ungefähr so viel wie vor ein paar Jahren ein Mittelklasse-Konzertticket. Dagegen ist das Falschparkerticket mit fünf Euro schon ein Schnäppchen. Die Konzertpreise aber sind zum Teil dermaßen in die Höhe gegangen, dass das Parken ohnehin nicht mehr auffällt. Aber die Leute geben es, wie es kommt, jedenfalls im immer noch relativ armen Berlin. In Hamburg dagegen ist das Live-Earth-Konzert immer noch nicht ausverkauft, obwohl es, relativ zum Star-Aufkommen gesehen, recht günstig ist. Wir erinnern uns: Berlin hatte sich nicht richtig um die Teilnahme am weltweit größten Mottokonzertereignis bemüht, im Gegensatz zu Hamburg, wo es eigentlich nicht hingehört. Jetzt findet die Klimaerwärmung ohne uns statt, und zur Strafe müssen die Beatsteaks am Samstag in der Wuhlheide bei 18 Grad im Regen spielen. Karten dafür gibt’s leider nicht mehr. Parkplätze in der Nähe auch kaum welche. Und abgeschleppt werden kann richtig teuer werden.

Übrigens: TICKET ist und bleibt umsonst. Lorenz Maroldt

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