EDITORIAL : Ran ans Regal

Stephan-Andreas Casdorff

Also, es wird bald wieder Zeit für die Übung. Die Übung, ruhig zu bleiben. Zu lächeln in einer Weise, dass es nicht zu einer Grimasse verrutscht. Denn nichts ist dööfer, als sich aufzuregen: im Supermarkt.

Es geht, Sie können es sich sicher denken, um die Art der Bedienung. Gut, Bedienung klingt so nach dienen, dienern, lassen wir das, die Zeit der Junker ist vorbei, aber Betreuung kann man auch schlecht sagen. Davon kann nämlich genauso wenig die Rede sein.

Nicht nur, dass man fast immer auch an leeren Theke länger warten muss, bis einen das gnädige Auge erfasst. Dann kommt, meist knarrend: „Junger Mann …“ Ach ja. Aber dann darf man auch nicht einen Moment zögern. Wehe! Außerdem ist es am besten, man fragt nicht, wo denn das Regal für was auch immer ist.

Ein einziges Mal habe ich es geschafft: im Supermarkt mit dem Ruf „Junge Frau, Umsatz ist denkbar“ zu verblüffen. Versuchen Sie’s, in dieser Woche! Und sollten Sie an der anderen Theke einen jubeln sehen, der sich freundlich behandelt fühlt, ist das Stephan-Andreas Casdorff

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