Kultur : Ein Film über den Bandoneon-Spieler Saluzzi

Daniela Sannwald

Wer schon als Kind Samenschoten zu Rhythmusinstrumenten umfunktioniert, kann eigentlich nur eine musikalische Karriere machen: Dino Saluzzi ist ein berühmter Bandoneonist geworden, den der Film zunächst auf einer Europatour begleitet. Schwarzweiße Bilder zeigen das konzentrierte Gesicht, den nach innen gerichteten Blick, Finger, die Knöpfe drücken, während der Meister das Instrument erklärt. Daniel Rosenfeld montiert kurze, wie Dias wirkende Farbeinstellungen aus Saluzzis nordargentinischer Heimat ins Schwarzweißmaterial. Wenig später schreibt Saluzzi Noten, improvisiert eine Passage auf dem Bandoneon, spricht über Rhythmus und Pausen: "Zuerst muss man die Schönheit verstehen, und das ist nicht leicht." Nach Hause zurückgekehrt, probt Dino Saluzzi mit seinen Brüdern Celso und Felix das neue Stück. Mit langen, ruhigen Kameraeinstellungen macht Rosenfeld nicht nur Musik sichtbar, sondern auch deren Entstehungsprozess. Wer dem folgen will, braucht ein wenig Geduld.Heute 14 (Delphi), 19 (CinemaxX 3) u. 21.30 (Babylon), Fr 16.15 (CineStar 8); So 15 Uhr (CineStar 8)

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