Kultur : Ein Jahr für Kleist

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am Freitag in Frankfurt an der Oder das „Kleist-Jahr“ zum 200. Todestag des Dichters eröffnet. Kleist gelte heute „in vielem als Wegbereiter der Moderne“ und habe ein Werk hinterlassen, das seiner Zeit voraus war, sagte der Minister in der Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“, der ehemaligen Taufkirche Heinrich von Kleists.

In den kommenden Monaten wird im Rahmen des Gedenkjahres mit zahlreichen Veranstaltungen an den deutschen Klassiker erinnert. Das Programm des Kleist-Jahres reicht von Theaterprojekten und Ausstellungen über Kunstaktionen bis hin zu Essay- und Comic-Wettbewerben. Lokale Schwerpunkte sind Frankfurt an der Oder, die Geburtsstadt des Dichters, und Berlin, wo Kleist in seinen letzten Lebensjahren arbeitete. Das Berliner Maxim-Gorki-Theater will zum Todestag im November das komplette dramatische Werk des Dichters in einem mehrwöchigen Festival auf die Bühne bringen. Schirmherr des „Kleist-Jahres“ ist Bundespräsident Christian Wulff.

Am Freitag erfolgte in Frankfurt an der Oder auch der erste Spatenstich für einen rund 5,4 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau für das Kleist-Museum der Stadt. Die neuen Räume würden „exzellente Bedingungen“ für die Präsentation der Kleist-Sammlung bieten, sagte Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst. Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren und nahm sich am 21. November 1811 am Kleinen Wannsee in Berlin das Leben. Das Kleist-Jahr 2011 ist eine Initiative des Bundes, der Länder Berlin und Brandenburg und der Stadt Frankfurt an der Oder unter Federführung der Berliner Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums in der Oderstadt. epd

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