Eine bunte Rate-Mischung : Das biografische Weihnachtsrätsel 2011
24.12.2011 00:00 UhrEine Frau, die etwas von Macht verstand
Gab es bereits im Mittelalter Politikerinnen? Warum nicht, es ging auch in der damaligen Politikerschicht, im Adel, um Macht und Recht, um Herrschaft und Einfluss. Und davon verstand jene Frau wohl eine Menge. Jedenfalls hatte sie ihr Leben lang damit zu tun. Sie war Herzogin aus eigenem Recht und zweimal Königin durch Heirat. Sie wurde als außergewöhnlich schön beschrieben (was sonst konnte man über Fürstinnen auch schreiben?), doch galt sie auch als sehr eigenwillig, eine kluge Frau, die offenkundig mehr sein wollte als nur eine Herrschergefährtin.
Sie nahm an einer unglücklichen Kreuzzugsfahrt teil, musste von einem Papst dazu gebracht werden, das Ehelager mit dem offenbar ungeliebten ersten Mann zu teilen (er war ihr zu mönchisch), drang auf Scheidung, wählte sich den zweiten Mann dann selbst, die Ehe verlief auch nicht allzu harmonisch, er war untreu, aber sie gebar acht Kinder, von denen zwei auch Könige wurden.
Den einen musste sie später aus einer Gefangenschaft freikaufen, ein Schicksal, das sie selbst gut kannte: 16 Jahre wurde sie von ihrem Gemahl in verschiedenen Burgen gefangen gehalten, weil sie ihre Söhne zur Revolte gegen ihn angestachelt haben soll. In einem sehenswerten Kinofilm geht es um die konfliktreiche Beziehung des Königspaars, das (fiktive) Macht- und Ränkespiel ereignet sich zu Weihnachten 1183, die Darstellerin der Königin bekam für ihre reife Leistung einen Oscar.
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- Seite 2: Ein Mann, der den Weg bahnte
- Seite 3: Eine Frau, der Familien am Herzen lagen
- Seite 4: Ein Mann, der den Frieden wollte
- Seite 5: Ein Mann, der an das Recht glaubte
- Seite 7: Eine Frau, die unabhängig blieb
- Seite 8: Ein Mann, der für die Freiheit kämpfte
- Seite 9: Eine Frau, die im Tod einen Sieg sah
- Seite 10: Der Mann, der mit sanfter Stimme sprach






