Kultur : Einigung beim World Trade Center in Sicht

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In den zähen Verhandlungen über den Neubau des World Trade Center in New York hat es einen Durchbruch gegeben. Der Investor Larry A. Silverstein gab den Forderungen der Stadt und des Bundesstaates New York sowie der Hafenbehörde nach und erklärte sich damit einverstanden, die Kontrolle über den Freedom Tower abzutreten. Sein Anteil an dem Projekt soll sich nun auf den Bau von drei weiteren Wolkenkratzern beschränken. „New York hat lange genug gewartet“, begründete Silverstein sein Einlenken. „Jetzt müssen die gegenseitigen Schuldzuweisungen aufhören.“ Die Einigung muss allerdings noch vertraglich festgelegt werden.

Silverstein, der das Gelände wenige Wochen vor dem Anschlag gepachtet hatte, wollte bisher das ganze Neubauvorhaben selbst finanzieren und leiten. Bürgermeister Michael Bloomberg bezweifelte jedoch, dass er die dafür nötigen 7 Milliarden Dollar aufbringen könne. Das World Trade Center war durch die Terroranschläge des 11. September zerstört worden. Der Neubau hat sich immer wieder verzögert: Zunächst wurde über die architektonische Gestaltung des Gedenkkomplexes gestritten, dann über die Sicherung der Bauten gegen neue Anschläge. Hinzu kommt das Problem, dass es in New York schon jetzt ein Überangebot an Bürofläche gibt. Der ursprüngliche Libeskind-Entwurf wurde auf Betreiben Silversteins stark abgeändert. dpa

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