Kultur : Empörung über Performance mit Toten

Die Pläne des Mönchengladbacher Künstlers Gregor Schneider, einen Sterbenden auszustellen, sind auf heftigen Widerstand gestoßen. Der Gewinner des Goldenen Biennale-Löwen von Venedig 2001 und Gestalter des Deutschen Pavillons will im Rahmen einer Installation „die Schönheit des Todes“ zeigen. Er hatte das Krefelder Haus Lange als idealen Ort genannt. Mit Überraschung reagierte der Direktor der Krefelder Museen. Bisher habe der Künstler, der mit seinen verschachtelten Hausinstallationen bekannt geworden ist, sich noch nicht an ihn gewandt. Eine solche pietätlose Aktion werde es unter keinen Umständen geben, hieß es. Der nordrhein-westfälische Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff empfahl stattdessen, dass Kunst nicht noch weitere Tabus brechen, sondern eher neue errichten solle. Die jüngste Kunstaktion Schneiders fand im vergangenen Jahr im Magazin der Berliner Staatsopern statt. Der Künstler ließ das Publikum vor der Türe warten und erklärte es anschließend zum Teil seiner Performance. dpa/Tsp

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