Kultur : Epizentrum der Bewegung, Geburtsort Berlins als Kunst-Hauptstadt

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Die Kunst-Werke mit der global orientierten Zusatzbezeichnung Institute for Contemporary Art , sind in Berlin neben dem Hamburger Bahnhof die wichtigste Einrichtung zeitgenössischer Kunst. Das in der Auguststraße ansässige Unternehmen besitzt jedoch keine eigene Sammlung, sondern versteht sich als Labor, das Ausstellungen organisiert und mit anderen Institutionen kollaboriert. Wichtigster Partner ist das New Yorker P. S. 1 , zu dem Gründungsdirektor Klaus Biesenbach in den neunziger Jahren als Gastkurator die Verbindung herstellte. Damals waren die Kunst-Werke der spannendste Kunstort in Berlin, dessen Virulenz auch für Amerikaner attraktiv war. Die ehemalige Margarinefabrik stand im Zentrum einer urbanen Umwälzung in Mitte. In die benachbarten Häuser zogen plötzlich Künstler mit ihren Ateliers, in die leeren Ladenlokale Galerien. Die Geburt Berlins als einer der wichtigsten internationalen Magnete zeitgenössischer Kunst vollzog sich hier. Die Kunst-Werke sind auch Ausgangspunkt der Berlin-Biennale , die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfand. Für Aufsehen sorgte zuletzt die RAF-Ausstellung , die den Themenkomplex Terrorismus und Kunst erstmals ausführlich präsentierte. Gegenwärtig ist die Schau Into me/out of me zu sehen, in der es um den künstlerischen Austausch von Körpersäften geht

(bis 28. Januar, Di–So 12–19, Do 12–21 Uhr) . NK

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