• Erste argentinische Wein-Bar Berlins: Mit einem Schluck vom Frankfurter Tor zu den Anden

Erste argentinische Wein-Bar Berlins : Mit einem Schluck vom Frankfurter Tor zu den Anden

In der feierwütigen Warschauer Straße in Berlin Friedrichshain wird es ungewohnt lauschig: mit der ersten argentinischen Wein-Bar der Stadt. Unser Autor hat sich ein Glas bestellt.

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Sagen wir es so: Es gibt in Friedrichshain entschieden lauschigere Orte als die Warschauer Straße unweit des Frankfurter Tors. Die verträumte Schreinerstraße zum Beispiel. Doch wer es ruhig liebt, muss auch mit den Folgen leben können. Der Wein-Salon scheint seit einer Ewigkeit in Nummer 59 beheimatet zu sein. Lange genug jedenfalls, um die positiven Qualitätsentwicklungen im Schankweinsektor überall draußen in der Welt verschlafen zu haben. Doch das ist hier wurscht, solange die Billardkugeln rollen und die Fluppen glimmen. An der Theke versucht einer, die Skizzen zum ersten Roman endlich in Form zu bringen. Das muss schon sehr lange dauern, er trinkt sicherheitshalber Bier.

Also auf zur Warschauer, ins rauschende Jetzt, Nummer 81. In einem schmalen Ladengeschäft hat unlängst mit Hermanas die erste argentinische Weinbar der Stadt eröffnet. Paula und Sofia führen sie – und ja, sie sind tatsächlich Schwestern. Aus Mendoza, dem Wein-Epizentrum Südamerikas, kamen sie nach Berlin. Dafür ließen sie einen Blick zurück, an dem man sich nicht sattsehen kann: den über die endlosen Rebzeilen hin zur schneebedeckten Andenkette.

Fruchtsatte Weine aus den Nationalrebsorten Argentiniens

Jetzt reicht der Blick von Designerin Paula und Sommelière Sofia bis zum Frankfurter Tor, wenn sie vor der Tür Gläser mit rotem Malbec oder weißem Torrontes servieren. Die fruchtsatten Weine aus den Nationalrebsorten Argentiniens importieren die Schwestern selbst von Familienweingütern. Warum kleine und große Gläser beinahe gleich wenig kosten, bleibt ihr süßes Geheimnis.

An dieser Stelle darf man nicht länger verschweigen, dass die Hermanas Mitte 20 sind, wallendes blondes Haar tragen und leuchten. Da verwandeln sich auch die hereingepurzelten ungarischen Rockmusiker flugs in wortreiche Weinfreaks. Für alle Fälle hat Mama Hintergrunddienst und zieht hausgemachte Empanadas mit Fleisch- oder Käse-Zwiebel-Füllung aus dem Ofen. Muy rico!

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