Kultur : Erzbischof empfiehlt: Harry Potter lesen

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Die Bücher über den Zauberschüler Harry Potter können nach Ansicht des Hamburger Erzbischofs Werner Thissen eine Lebenshilfe für den Alltag sein. „Die Grundfrage, dass sich Jugendliche zwischen unterschiedlichen Wegen entscheiden müssen, ist mitten aus dem Leben gegriffen“, sagte der Theologe der dpa. „Wenn diese dicken, spannenden Bücher dazu beitragen, dass die Leser lernen, wie wichtig Entscheidungen sind und dass ein Ringen um Entscheidungen Kraft kostet und in den Ergebnissen Freude und Bereicherung bringen kann, dann kann ich dies nur befürworten.“ Die in den PotterBänden geschilderten Zauberrituale dürften nicht überbewertet werden. „Es geht in den Büchern nicht um Religion. Es geht um die Auseinandersetzung zwischen zwei Machtblöcken einer fiktiven Zauberwelt, und der Protagonist Harry steht durch seine Herkunft zwischen diesen Blöcken“, meinte Thissen. Die Flucht in die Fantasiewelten der Literatur könne „eine Stärkung für den Alltag und Lernspiel für die Wirklichkeit“ sein. Thissen empfiehlt jedoch, Kinder bei der Lektüre der Potter-Bände zu begleiten. „Gerade angesichts der großen Medienresonanz möchte ich Eltern, Erzieher und Lehrer auffordern, die Jugendlichen bei ihren Leseerfahrungen nicht allein zu lassen.“ dpa

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