Kultur : Erziehung heute: Ansichtssache. Was Politiker Doris Schröder-Köpf antworten

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"Erziehung bedeutet, Werte zu vermitteln, Freiraum zu lassen, aber auch Grenzen zu setzen. Kinder müssen erleben, dass mit Rechten auch Pflichten einhergehen."
Christine Bergmann, Bundesfamilienministerin.

"Das ist das, was gerade allgemein in der pädagogischen Debatte ist. Schröder-Köpf bringt immer die Dinge zur Sprache, von denen die Meinungsforscher im Kanzleramt der Ansicht sind, dass das Volk sie hören will. Im Zuge der antiautoritären Erziehung der 68er sind diese Tugenden unterbelichtet gewesen. Sie will die Stammtische ruhig stellen. Es gibt keine Belege dafür, dass nicht genug Werte vermittelt werden."
Christina Schenk, familienpolitische Sprecherin der PDS.

"Unbestreitbar hat sie die Werte, die gerade uns als C-Parteien am Herzen liegen, hervorgehoben. Kinder müssen gewisse Dinge können, wenn sie in die Schule kommen, sie müssen zum Beispiel Pflichterfüllung lernen und stillsitzen können. Ich denke, dass die Eltern sich wirklich bemühen, aber es gibt auch viele Miterzieher, die es den Eltern schwer machen. Zum Beispiel der viele Fernsehkonsum. Es ist heute schwieriger, Kinder zu erziehen, weil es so viele Möglichkeiten gibt. Das überfordert manche Menschen."
Maria Eichhorn, familienpolitische Sprecherin der Union.

"Grundsätzlich finde ich es gut, dass Frau Schröder-Köpf es zum Thema macht. Mir als Liberaler fehlen aber die Werte von Toleranz und Mitmenschlichkeit. Es gibt zu wenig Unterstützung bei der Erziehung. Wir haben Schwangerschaftsgymnastik, aber nach der Geburt ist praktisch Schluss. Das sollte sich ändern."
Ina Lenke, familienpolitische Sprecherin der FDP.

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