Kultur : Es grünt so grün

Für Dresdens Museen war 2006 ein Erfolgsjahr

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Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden können ein überaus erfolgreiches Jahr 2006 bilanzieren. In ihrem jetzt vorgelegten Jahresbericht weisen sie um 58 Prozent auf 12,2 Millionen Euro gestiegene Eigeneinnahmen aus, so dass erstmals die (gleich gebliebenen) öffentlichen Zuschüsse in Höhe von 11,4 Millionen Euro übertroffen wurden. Allein die Eintrittsgelder erbrachten 8,3 Millionen. Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Wiedereröffnung des Historischen Grünen Gewölbes, das – bei beschränktem Zugang – in drei Monaten sogleich 100 000 Besucher anlockte. Das bereits 2004 eröffnete Neue Grüne Gewölbe, gleichfalls im beständig ausgebauten Residenzschloss gelegen, kam auf 520 000 Besucher. Die Gesamtzahl des Dresdner Museumspublikums erreichte knapp zwei Millionen – beinahe eine Verdoppelung der Zahlen noch von 2002.

Ursache des Erfolgs sind die Wiederherstellungen und Neueinrichtungen der Sammlungen, eindrucksvoll abzulesen an der Porzellansammlung, deren Besucherzahl über vier Jahre von 36 000 auf 162 000 anstieg. Immer stärker rückt das Residenzschloss in den Mittelpunkt, das mit der im Bau befindlichen Überdachung des Kleinen Schlosshofs ein vollständig neues, großzügiges Eingangszentrum erhalten wird. Sorgen bereitet den Staatlichen Kunstsammlungen, so ihr Generaldirektor Martin Roth, allerdings die ungeklärte Eigentumsfrage an nicht weniger als 3000 Objekten, auf die das frühere sächsische Herrscherhaus der Wettiner Anspruch erhebt. Von der Klärung dieser Frage dürfte eine erhebliche Signalwirkung auf andere, ehedem fürstliche Sammlungen in den neuen Bundesländern ausgehen. BS

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