Kultur : EU-Agrargipfel: "Unzureichende Flickschusterei"

"Wir müssen die Agrarreform mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln realisieren. Die EU muss das alte Prämiensystem bei der Rinderhaltung aufgeben und stattdessen die ökologische Aufzucht von Tieren fördern. Ich will nicht, dass sich die Finanzlage Deutschlands, das sechzig Prozent zum EU-Agrarhaushalt beiträgt, verschlechtert. Für ein neues Programm zur Vernichtung hunderttausender Rinder habe ich nicht einen Funken Bereitschaft."

Renate Künast, Verbraucherministerin.

"Der Fischler-Plan ist eine völlig unzureichende Flickschusterei. Statt eine unübersichtliche Vielfalt von Prämien pro Tier zu zahlen, muss die Weidefläche gefördert werden."

Hilmar Freiherr von Münchhausen, Agrarexperte der Umweltstiftung WWF.

"Wir sind überzeugt davon, dass sich die untauglichen Vorschläge von EU- Agrarkommissar Fischler zur Bewältigung der BSE-Krise nicht durchsetzen werden."

Landesbauernverband Mecklenburg- Vorpommern.

"Landwirtschaftliche Subventionen dürfen künftig nicht mehr an die Zahl der gehaltenen Tiere, sondern müssen an die Zahl der Beschäftigten des jeweiligen Betriebes gekoppelt werden."

Angelika Zahrnt, Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

"Statt weiterer Massenschlachtungen brauchen wir ein gesellschaftlich akzeptables Programm zur Marktentlastung."

Gerd Sonnleitner, Bauernpräsident.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben