Kultur : Europa am Start: Berlinale eröffnet mit „Man to Man“

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Nach zuletzt zwei amerikanischen Filmen, „Chicago“ und „Cold Mountain“, setzt die Berlinale zum Start ihrer 55.Ausgabe einen europäischen Akzent. Mit der Weltpremiere der britischfranzösischen Koproduktion „Man to Man“ von Régis Wargnier wird am 10. Februar das Festival eröffnet. Das historische Abenteuerepos, das im Wettbewerb um den Goldenen Bären antritt, erzählt von der Forschungsreise einer Gruppe von Anthropologen nach Südafrika. Die Hauptrollen spielen Joseph Fiennes und Kristin Scott Thomas.

Régis Wargnier, der 1992 mit „Indochine“ den Auslands-Oscar erhielt, gilt als Experte für opulent inszenierte Melodramen, die er vor mächtigen historischen Panoramen ausbreitet (weitere Filme seines fast 20-jährigen Schaffens sind „Die Frau meines Lebens“, „Eine französische Frau“ und „Est-Ouest – Eine Liebe in Russland“). „Man to Man“ beschäftigt sich nach Angaben des Festivals mit den Anfängen moderner Evolutionswissenschaft und deren Missbrauch. Die Forscher suchen nach dem „Missing Link“, der in der Wissenschaft des 19.Jahrhunderts diskutierten Verbindung zwischen Mensch und Affe, und bringen ein Pygmäenpaar zu Untersuchungszwecken nach Schottland. Das Drehbuch schrieb Wargnier gemeinsam mit dem Bestsellerautor William Boyd („A Good Man in Africa“). jal

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