Kultur : Europäischer Filmpreis: Favorit Kaurismäki

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Aki Kaurismäkis „Der Mann ohne Vergangenheit“, ab nächste Woche im deutschen Kino, ist der große Favorit für den Europäischen Filmpreis. Mit insgesamt sechs Nominierungen führt er vor Pedro Almodóvars fünfmal nominiertem „Sprich mit ihr“ und den je dreimal nominierten „Der Pianist“ von Roman Polanski, François Ozons „Acht Frauen“ und „Bloody Sunday“ von Paul Greengrass. Außerdem von der European Film Academy als bester Film nominiert: der Gewinner der Filmfestspiele von Venedig, Peter Mullans „The Magdalene Sisters“, und, ebenfalls aus Großbritannien, Gurinder Chadhas „Kick it like Beckham“. Als weiterer Kandidat geht Lukas Moodyssons „Lilya 4ever“ an den Start.

Deutsche Filme haben vor allem in den Nebenkategorien eine Chance. Sandra Nettelbecks „Bella Martha“ ist mit seinen Darstellern Martina Gedeck und Sergio Castellitto dabei, Tom Tykwers „Heaven“ geht mit Nominierungen für Drehbuch (Krzysztof Kieslowski und Krzysztof Piesiewicz) und Frank Griebes Kameraarbeit ins Rennen. Andreas Dresen ist als Regisseur für „Halbe Treppe“ nominiert. Zu den elf kandidierenden „europäischen Entdecklungen“ gehört Benjamin Quabecks „Nichts bereuen“. Österreich ist mit André Hellers Dokumentarfilm „Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin“ vertreten. Die Europäischen Filmpreise werden am 7. Dezember in Rom verliehen. Zur Gala werden etwa 1500 Gäste erwartet. jal

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