Kultur : Europäischer Filmpreis für Michael Haneke

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Der Favorit setzte sich durch. Der Europäische Filmpreis 2005 ging gestern Abend in der Berliner Arena an „Caché“ von Michael Haneke. Das mit sieben Nominierungen ins Rennen um den Preis der europäischen Filmakademie gestartete Werk erhielt insgesamt vier Auszeichnungen. Haneke wurde für seinen in Frankreich gedrehten Film erwartungsgemäß zum besten Regisseur gekürt und Daniel Auteuil zum besten Hauptdarsteller. Juliette Binoche, die in „Caché“ die weibliche Hauptrolle spielt, ging leer aus. Sie musste der Newcomerin Julia Jentsch den Vortritt lassen, die für ihre Rolle als Sophie Scholl geehrt wurde. Auch der Publikumspreis ging an sie. Aus deutscher Sicht angenehm war der Preis für die beste Kamera an Franz Lustig, der Wim Wenders’ Roadmovie „Don’t Come Knocking“ gedreht hatte; ein Trostpreis für Akademiepräsident Wenders. Die im Vergleich zu den Vorjahren, als „Good Bye, Lenin“ und „Gegen die Wand“ triumphierten, magere Ausbeute spiegelt die Rolle angemessen wider, die der deutsche Film in diesem Jahr auf der europäischen Bühne spielte. So wurde der israelisch-palästinensische Regisseur Hany Abu-Assad und sein Co-Autor Bero Beyer für das Drehbuch des Terroristen-Dramas „Paradise Now“ ausgezeichnet. Der Preis für die beste Filmmusik ging an „Hotel Rwanda“. Den Fassbinder-Award erhielt „Anklaget“ aus Dänemark (Bericht folgt). Tsp

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