Evangelienbuch : "Codex Aureus" wird erneut ausgestellt

Das wohl teuerste Buch Deutschlands, der "Codex Aureus", ist seit 25 Jahren erstmals wieder in Nürnberg zu sehen. Auf dem Kunstmarkt wäre der Prachtband aus dem 11. Jahrhundert heute bis zu 80 Millionen Euro Wert.

Nürnberg Das mittelalterliche Evangelienbuch ist vollständig mit goldener Tinte auf Pergament geschrieben und wird ab Donnerstag im Germanischen Nationalmuseum gezeigt. Wie ein Museumssprecher sagte, ist der Codex "eine der wichtigsten Handschriften in Deutschland".

1955 erwarb das Museum den Evangelienband für 1,1 Millionen Mark, so der Museumssprecher. Der "Codex Aureus" entstand um 1045 in der Benediktinerabtei Echternach im heutigen Luxemburg.

Prunkband befindet sich sonst im Tresor

Jede Seite des Buches ist mit verschnörkelten Initialen verziert, Miniaturen und ganzseitige Bilder illustrieren das biblische Geschehen. Der Einband ist mit Edelsteinen, Gold, Elfenbein und Perlen geschmückt. Das vergangene Vierteljahrhundert über lag das teure Stück in einem klimatisierten Tresor des Germanischen Nationalmuseums, um das empfindliche Pergament vor Licht und Umwelteinflüssen zu schützen.

Den Besuchern werden der Einband und die Pergamentseiten in zwei getrennten Vitrinen mit genau auf die empfindlichen Materialien abgestimmtem Klima präsentiert. Im Laufe der nächsten drei Monate werden alle Bild- und Zierseiten des Originals zu sehen sein, da der Prunkband regelmäßig umgeblättert wird. (mit ddp)

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