Kultur : Expedition des Lebens

-

Schon als 22-Jähriger besitzt Charles Darwin profunde naturwissenschaftliche Kenntnisse. Ob in Botanik, Geologie oder Tierkunde, überall vermag der englische Junggelehrte Zusammenhänge herzustellen. Warum breiten sich bestimmte Arten aus, während andere verschwinden? Diese Frage beschäftigt ihn bereits, als er sich im Dezember 1831 in Devonport an Bord der „Beagle“ begibt. Fünf Jahre reist er mit ihr um die Welt. Sein Tagebuch hält akribisch das Erstaunen über fremde Kulturen und Biosphären fest. Er kennt sie aus Humboldts Schriften, er hat Lamarck studiert. Aber er traut beiden nicht. Auf dem Schiff entwickelt er die Grundzüge dessen, was als Lehre von der Entstehung der Arten die Erde verändern wird. Es blieb Darwins einzige Reise. Von da an bewegte er

sich nur noch im Kopf. KM

— Charles Darwin: Die Fahrt der Beagle. MIt einer Einleitung von Daniel Kehlmann. Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. Mare Buchverlag, Hamburg.

686 Seiten, 39,90 €.

0 Kommentare

Neuester Kommentar