Kultur : Farbspielerin

Gabriele-Münter-Preis für die Malerin Leni Hoffmann

Nicola Kuhn

„Mehr Farbe“ hatte sich die Direktorin des Bonner Frauenmuseums für den Gabriele-Münter-Preis gewünscht. Die hat sie nun bei der fünften Ausgabe der Künstlerinnen über vierzig Jahre gewidmeten Auszeichnung bekommen. Die Gewinnerin Leni Hoffmann verwandelte die gestrige Ausgabe des Tagesspiegels mit ihrer Intervention in Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz während des Druckprozesses in eine Endloszeichnung. Die Seiten 3 und 4 zeigten sich in ihren äußeren Spalten farbenfroh wie nie.

Bei der gestrigen Verleihung des mit 20 000 Euro dotierten Preises durch Familienministerin von der Leyen im Martin-Gropius-Bau lag die KunstwerkZeitung für jeden aus. Die nach ihrer nächtlichen Aktion im Spandauer Druckhaus übermüdete, aber glückliche Künstlerin nannte ihr Werk eine Kreuzung zwischen Malerei und Skulptur – in seiner Flächenausdehnung ein Stück Farbfeldmalerei, andererseits ein skulpturales Volumen. Neben Leni Hoffmann stellen weitere 39 Künstlerinnen im Gropius-Bau aus, die es unter 1466 Bewerberinnen in die engere Auswahl geschafft hatten (bis 9. April).

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