Kultur : FDP: "Das ist unprofessionell"

Es sieht so aus[als wolle die FDP in der Öff]

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger war Bundesjustizministerin und ist zurzeit bayerische FDP-Vorsitzende. Mit ihr sprach Armin Lehmann.

Es sieht so aus, als wolle die FDP in der Öffentlichkeit unbedingt ein Bild des Zerwürfnisses abgeben. Täuscht der Eindruck?

Nun, mit der jetzigen Debatte entsteht auf jeden Fall kein gutes Bild. Deshalb fordere ich alle Beteiligten auf, diese Debatte sofort zu beenden.

Das scheinen Generalsekretär Westerwelle und Parteichef Gerhardt anders zu sehen. Das Ergebnis ihres Gesprächs am Mittwoch soll offiziell erst am Sonnabend bekannt gegeben werden. Viel Zeit für weitere Debatten.

Das bedeutet noch weitere zwei Tage für Spekulationen. Ich bin zudem der Meinung, dass wichtige Entscheidungen in den dafür gewählten Parteigremien beraten werden müssen. Denn sonst kommt es zu Ergebnissen, die nicht dem entsprechen, was in einer demokratischen Partei üblich ist. Im Übrigen finde ich, wenn klar ist, dass sich jemand bewirbt, für welches Amt auch immer, muss das auch öffentlich gemacht werden.

Es wird Ihnen zu viel spekuliert.

Ja, denn niemand weiß bisher, wer nun für welches Amt kandidieren will oder nicht. Diejenigen, die sich berufen fühlen, müssen sich erst einmal erklären. Außerdem gibt es Modelle, die beispielsweise bisher nie im Präsidium besprochen worden sind. Man kann auch nicht ständig neue Modelle erfinden, wenn vor kurzem erst die Bundestagsfraktion einen neuen Vorstand bekommen hat. Was ist das für ein Politmanagement. Das ist nicht professionell.

Wen machen Sie für das schlechte Politmanagement verantwortlich?

Man kann das nicht an einer Person festmachen. Es ist ja auch normal, dass es im Vorfeld eines Parteitages mehrere Kandidaten gibt. Es muss nur klar sein, dass die Gremien entscheiden. Und wenn wir unterschiedliche Persönlichkeiten haben, dann müssen die auch in einer konzertierten Aktion zusammenarbeiten und nicht gegeneinander.

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