Ferris MC, Balbina, Philipp Poisel, Bilderbuch : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Ferris MC, Balbina, Philipp Poisel und Bilderbuch

Wieder solo unterwegs: "Asilant" Ferris MC.
Wieder solo unterwegs: "Asilant" Ferris MC.Foto: Pascal Kerouche

Ferris MC: Asilant (Caroline)

Weder Gangster-Rapper, noch sozialdemokratischer Sprechgesangler, erzählt Ferris MC authentisch aus der Parallelwelt der wirklich Abgehängten. Er lebe nicht in Deutschland, er sei eben Asilant, postuliert Ferris mit rostiger Stimme. Packend ist das nicht, aber vielleicht will es das auch gar nicht sein. Andreas Müller, Moderator

Balbina: Fragen über Fragen (Four Music)

Zum dritten Mal nähert sich die Wahlwilmersdorferin sprachspielerisch Grundfragen des Seins: Wer bin ich, was treibt mich, und warum ist das Leben eine Buchstabensuppe? Vom Gros des posttocotronischen Besinnungsdeutschpop hebt sich das angenehm ab, zum Hype taugt es trotzdem nicht. Thomas Groß, freier Autor

Philipp Poisel: Mein Amerika (Grönland)

Amerikas Ruf als Sehnsuchtsland ist derzeit stark angekratzt. Oder doch nicht? Der 34-jährige Deutschpop-Barde zeigt auf seinem dritten Album, dass Donald Duck Donald Trump übertrump(f)t. Coca Cola, Nintendo und die „Drei Fragezeichen“– das ist sein Amerika. Die Botschaft ist erholsam. Fanny Tanck, Radio Eins

Bilderbuch: Magic Life (Maschin Records)

Die vier Österreicher sind weit vorne, vor allen anderen Wiener Bands. Ihr viertes Album ist eine umwerfende Melange aus Groß- Pop-Elementen: zerstückelte Soul-Balladen, Prince-Funk und Purple-Rain-Ekstase, Synthie-Riffs, die den Himmel aufreißen. Zerbrechlich und aufregend. Kai Müller, Tagesspiegel

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