FESTIVAL„Club Transmediale“ : Pressen, hämmern, driften

Jörg W,er

Das Motto der diesjährigen „Club Transmediale“- Reihe ist passend gewählt: „Unpredictable“ ist in der Tat, was an acht aufregenden Abenden beim „Festival for adventurous Music“ alles passieren wird. Man darf sich auf einige der grenzüberschreitendsten Konzerterfahrungen des Winters gefasst machen. Dafür sorgt das sorgfältig kuratierte Programm mit ebenso unterschiedlichen wie herausragenden Künstlern. Allein der Eröffnungsfreitag bietet mit dem Auftritt des 80-jährigen Musique-concrète-Pioniers Pierre Henry und einem Showcase mit den Elektrovandalen Detroit Grand Pubahs und der Bastardpop-Krawallschachtel Ebony Bones schier Unvereinbares.

Tags darauf muss man sich schweren Herzens zwischen dem Cro-Magnon-Rockabilly des Legendary Stardust Cowboys oder dem kosmischen P-Funk- Freejazz-Disco-Metal der unvergleichlichen Chrome Hoof (Foto) entscheiden. Dienstag erschließen Christian Marclay und Flo Kaufmann dem DJ- Begriff neue Dimensionen, indem sie Vinylrohlinge manipulieren, die entstehenden Klänge mit einer Schneidemaschine festhalten, die frisch gepressten Platten wieder abspielen und so weiter. Ziemlich abgefahren dürfte am Mittwoch die Performance von Shit & Shine werden, die mit einer noch zu bestimmenden Anzahl von Gastschlagzeugern (zehn bis 20) hypnotische Groove-Drones von unvorhersehbarer Dauer produzieren. Und das sind nur ein paar Empfehlungen für diese Woche. Über isländische Folk-Kammersinfoniker, den Godfather of HouseMusic oder Düsseldorfer Electronica-Spitzenkräfte dann mehr im nächsten Heft. Jörg Wunder

Verschiedene Orte, Fr 25.1. bis Sa 2.2., Festivalpass 60 €, Programm u. www.clubtransmediale.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben