Kultur : Filmfest Venedig setzt auf europäisches Kino

Das 69. Filmfestival von Venedig (29. August – 8. September) setzt einen deutlichen europäischen Akzent, auch mit deutscher Beteiligung. Im Wettbewerb befindet sich die österreichisch-französischdeutsche Produktion „Paradies: Glaube“ von Ulrich Seidl mit Maria Hofstätter und Nabil Saleh. Ebenso ins Rennen um den Goldenen Löwen geht Brian de Palmas deutsch-französischer Film „Passion“ mit Karoline Herfurth und Noomi Rapace. Auch Frankreich ist auf dem Festival stark präsent. Um den Goldenen Löwen konkurrieren Xavier Giannolis französisch-belgischer Film „Superstar“ und der in französisch-portugiesischer Zusammenarbeit entstandene „Linhas de Wellington“ von Valeria Sarmiento, mit John Malkovich und Marisa Paredes.

Insgesamt laufen 17 Filme im Wettbewerb. „Die Wirtschaftskrise und der religiöse Fundamentalismus sind die meistbehandelten Themen“, sagte Festivalleiter Alberto Barbera, der das Amt von Marco Müller übernommen hat und bereits früher einmal Festivalchef war. Alle Wettbewerbsbeiträge sind Weltpremieren; die Jury wird von US-Regisseur Michael Mann geleitet. Eröffnet wird das Festival mit „The Reluctant Fundamentalist“ von Mira Nair. Darin geht es um die Erfahrungen eines pakistanischen Professors und ehemaligen Wall-Street-Analysten mit Radikalismus nach dem 11. September. Den Löwen für sein Lebenswerk erhält der italienische Regisseur Francesco Rosi. dpa

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