Filmfestival "Achtung Berlin" : Auszeichnungen für "Lotte" und "Der Nachtmahr"

Berlinerinnen im Mittelpunkt: Bei der Preisverleihung der 12. Achtung Berlin - new berlin film awards wurden "Lotte" und "Der Nachtmahr" ausgezeichnet.

Chillen muss auch mal sein. Karin Hanczewski in einer Filmszene aus "Lotte".
Chillen muss auch mal sein. Karin Hanczewski in einer Filmszene aus "Lotte".Foto: Martin Neumeyer/promo

Bei der Preisverleihung des Festivals "Achtung Berlin" wurden vor allem regionale Produktionen ausgezeichnet. Unter den Spielfilmen stechen besonders die Produktionen rund um zwei ungewöhnliche Berlinerinnen hervor.

In der Kategorie bester Spielfilm wurde der Preis an Julius Schultheiß für sein Regiedebüt "Lotte" rund um eine Berliner Krankenschwester verliehen. Lottes (gespielt von Karin Hanczewski) hedonistischer Lebensstil wird gründlich durcheinander gebracht, als plötzlich ihre Teenagertochter vor ihr steht. Der Film war bei der Berlinale 2016 in der "Perspektive Deutsches Kino" zu sehen und wurde mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne finanziert.

Der Preis des Verbandes der deutschen Filmkritik ging an "Der Nachtmahr" von Regisseur AKIZ, der ab dem 26. Mai in den deutschen Kinos zu sehen ist. Darin spielt Carolyn Genzkow die Rolle von Tina, die die Nächte in den Berliner Clubs verbringt und eines Nachts auf ein unheimliches Wesen trifft. "Eine Ausnahmeerscheinung. Eine Provokation. Ein Glückgriff für das deutsche Kino", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Als bester Dokumentarfilm wurde "Parchim International" (Regie: Manuel Fenn, Stefan Eberlein) ausgezeichnet. Die Filmemacher haben einen Mann mit einem absurden Vorhaben begleitet: Der chinesische Geschäftsmann Jonathan Pang möchte hunderte Millionen in einen alten Militärflughafen investieren - in Mecklenburg Vorpommern. Ab 19. Mai 2016 ist der Film bundesweit im Kino zu sehen.

In der Kategorie Beste Produktion gewann Ulrike Dorothea Schirmer mit "After Spring Comes Fall", der sich mit der dunklen Seite Berlins in der Flüchtlingsfrage beschäftigt. Jonas Rothlaender wurde für die beste Regie für "Fado" ausgezeichnet. Andres/Annett Ilijev erhielten den Preis für die Beste Kamera für "Somos Cuba - Wir sind Cuba".

Beste Schauspielerin wurde Lana Cooper für "Looping", Bester Schauspieler ist Jerome Hirthammer in "Ferien".

Außerdem zeichnete die Jury als Besten Mittellangen Film "Kosmonautensehnsucht" von Catharina Göldner aus, "Meral, Kizim" von Süheyla Schwenk gewann als Bester Kurzfilm. "The Demon, The Flow and Me" wurde in der Kategorie Bester Dokumentarfilm Mittellang/ Kurz dotiert. Eine Übersicht über alle Preise des Festivals finden Sie hier. (tsp)

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