Filmfestival im Mai : Fatih Akins neuer Film kommt nach Cannes

Fatih Akins neuer Spielfilm "Aus dem Nichts" startet im Wettbewerb der 70. Filmfestspiele von Cannes im Mai. Mit dabei sind auch Michael Haneke und Sofia Coppola.

Kommt im Mai an die Côte d'Azur: Regisseur Fatih Akin.
Kommt im Mai an die Côte d'Azur: Regisseur Fatih Akin.Foto: picture alliance / dpa

Fatih Akins neuer Spielfilm "Aus dem Nichts" feiert seine Weltpremiere im Wettbewerb des 70. Festival de Cannes. Diane Kruger ( Inglourious Basterds) spielt die Hauptrolle in dem Film und drehte zum ersten Mal in ihrer Karriere in deutscher Sprache. Gemeinsam mit ihr standen u.a. Denis Moschitto (Chiko) und Ulrich Tukur (Das weiße Band) vor der Kamera. Der Soundtrack des Films stammt von Joshua Homme (Queens of the Stone Age).

Fatih Akin drehte "Aus dem Nichts" wie schon "Gegen die Wand" und "Soul Kitchen" fast ausschließlich in seiner Heimatstadt Hamburg. Der Film ist ein Thriller über die Liebe einer Frau zu ihrer Familie über den Tod hinaus. Aus dem Nichts zerbricht Katjas Leben: Ihr Mann und ihr Sohn sterben bei einem Bombenanschlag. Die Polizei fasst zwei Verdächtige: Ein junges Neo-Nazi-Paar. Katja will Gerechtigkeit - für sie gibt es keine Alternative.

Valeska Grisebachs "Western" ist im Certain Regard zu sehen

In der Sektion Un Certain Regard feiert der dritte Langfilm der deutschen Regisseurin Valeska Grisebach Weltpremiere. Grisebachs Abschlussfilm an der Wiener Filmakademie, "Mein Stern", gewann den Kritikerpreis beim Toronto International Film Festival sowie den Hauptpreis des Torino Film Festivals. Ihr zweiter Spielfilm "Sehnsucht" feierte 2006 im Wettbewerb der Berlinale Premiere. "Western" erzählt über eine Gruppe von deutschen Bauarbeitern, die sich auf den Weg auf eine Auslandsbaustelle in der bulgarischen Provinz macht. Das fremde Land weckt Abenteuergefühle bei den Männern. Gleichzeitig werden sie mit ihren Vorurteilen und ihrem Misstrauen konfrontiert. Für zwei der Männer wird ein nahe gelegenes Dorf zur Bühne für einen Konkurrenzkampf um die Anerkennung und die Gunst des Dorfes.

Im Wettbewerb um die Goldene Palme läuft ein Film des Österreichers Michael Haneke. Mit „Happy End“ zeigt Haneke einen Beitrag, der in Nordfrankreich handelt und die Geschichte einer bürgerlichen Familie erzählt, die neben einem Flüchtlingslager lebt. In dem Film spielen Jean-Louis Trintignant und Isabelle Huppert mit. Der 75-Jährige wurde in Cannes bereits mit zwei Goldenen Palmen ausgezeichnet. Im Jahr 2012 für das Drama „Liebe“, in dem bereits Trintignant und Huppert mitspielten, und 2009 für „Das weiße Band“.

Sofia Coppola geht mit "The Beguiled" ins Rennen

Starke Konkurrenz kommt dieses Jahr vor allem aus Frankreich und Amerika. Frankreich ist im Hauptwettbewerb mit Michel Hazanavicius, der 2012 in Hollywood für die Stummfilm-Hommage „The Artist“ mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet wurde, vertreten. Er präsentiert „Le Redoutable“, einen Film über Jean-Luc Godard. Jacques Doillon konkurriert mit „Rodin“, in dem Vincent Lindon mitwirkt, der 2015 in Cannes die Palme als bester Schauspieler für „Der Wert des Menschen“ gewann. Und François Ozon stellt „L'Amant Double“ vor, der von einer depressiven Frau handelt, die sich in ihre Psychiater verliebt.

Mit „The Beguiled“ kann sich Sofia Coppola Hoffnungen auf die begehrte Trophäe machen. Der Film ist eine Art Remake von „Betrogen“ aus dem Jahr 1971. Für das Thriller-Drama konnte die 45-Jährige Colin Farrell, Nicole Kidman und Kirsten Dunst gewinnen. Der Film erzählt die Geschichte eines Nordstaatensoldaten während des Amerikanischen Bürgerkriegs, der in einem Mädchenpensionat Zuflucht findet. Der US-amerikanische Regisseur und Schauspieler Todd Haynes präsentiert „Wonderstruck“, ein Drama über zwei taubstumme Kinder, in dem Michelle Williams und Julianne Moore mitspielen. Das Internationale Filmfestival in Cannes findet vom 17. bis zum 28. Mai statt. Präsident der Jury ist dieses Jahr der spanische Regisseur Pedro Almodóvar.

(Tsp /Bombero & Warner/German Films/dpa)

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