Filmfestival Locarno : Deutsche Ko-Produktionen sind Favoriten für Goldenen Leopard

Die iranisch-deutsche Produktion "Paradise" und die schweizerisch-deutsche Produktion "Heimatland" haben Chancen auf einen Preis. Auch der Publikumspreis wird vergeben.

Der Goldene Löwe in Locarno
Der Goldene Löwe in LocarnoFoto: dpa

Die iranisch-deutsche Ko-Produktion „Paradise“ sowie der schweizerisch-deutsche Katastrophenfilm „Heimatland“ gehen als einer der Favoriten in das Rennen um den Goldenen Leoparden des 68. Internationalen Filmfestivals in Locarno. Auch der israelische Spielfilm „Tikkun“ („Wiedergutmachung“) hat gute Chancen auf den Preis. Am Samstag gibt die Jury des schweizerischen Filmfestes, der auch der deutsche Schauspieler Udo Kier angehört, ihre Entscheidungen bekannt. Insgesamt stehen 19 Spiel- und Dokumentarfilme im Hauptwettbewerb am Lago Maggiore.
In „Paradise“ verfolgt Regisseur Sina Ataeian Dena die Suche einer jungen Lehrerin nach ihrem Platz im Leben und spiegelt in der - ohne Erlaubnis der iranischen Behörden realisierten - Erzählung den Alltag in Teheran.
In schweizerisch-deutschen Gemeinschaftsproduktion „Heimatland“ von gleich zehn jungen Regisseuren aus der Schweiz reflektieren sie gesellschaftliche Probleme des Landes - wie politische Agonie und Fremdenhass.
Im israelische Drama „Tikkun“ erzählt Regisseur Avishai Sivan von der persönlichen, religiösen und sozialen Orientierungslosigkeit eines jugendlichen ultra-orthodoxen Juden in Jerusalem. Außenseiterchancen haben der italienische Film „Bella e perduta“ („Schön und verloren“) und das fünfstündige japanische Gesellschaftsbild „Happy Hour“.
Auch der Publikumspreis wird am Samstag vergeben. Ihn bekommt einer der Filme, die außerhalb des Wettbewerbs auf der Piazza Grande von Locarno vor jeweils etwa 8000 Besuchern gezeigt werden. Favoriten sind das deutsche Historiendrama „Der Staat gegen Fritz Bauer“ von Regisseur Lars Kraume und die französische Alterskomödie „Florida“ (Regie: Philippe Le Guay).

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