Filmfestival Locarno : Leiter Carlo Chatrian stellt Programm vor

Beim Internationalen Filmfestival in Locarno konkurrieren 18 Beiträge um den Goldenen Leoparden - darunter lediglich drei deutsche Koproduktionen.

Der künstlerische Leiter des Filmfestivals Locarno Carlo Chatrian bei seiner Ernennung in Locarno im Jahr 2012.
Der künstlerische Leiter des Filmfestivals Locarno Carlo Chatrian bei seiner Ernennung in Locarno im Jahr 2012.Foto: dpa

Beim diesjährigen 68. Internationalen Filmfestival Locarno im August soll es vor allem um gesellschaftskritische Themen gehen. Das gab das künstlerische Leiter des Festivals Carlo Chatrian am Mittwoch in Bern bekannt. Chatrian, im dritten Jahr künstlerischer Leiter in Locarno, sagte dazu, dass das Kino wesentlich dazu beitragen könne, die komplizierte Gegenwart zu verstehen.

Im Wettbewerb des Filmfestivals Locarno konkurrieren in diesem Jahr 18 Werke um den Goldenen Leoparden. Deutsche Filmschaffende sind dabei allerdings kaum vertreten - im „Concorso Internazionale“ laufen lediglich drei Koproduktionen, an denen deutsche Geldgeber beteiligt sind. Zudem zeigt Lars Kraume sein Drama „Der Staat gegen Fritz Bauer“ außer Konkurrenz. Zur Jury gehören unter anderen der in Hollywood lebende deutsche Schauspieler Udo Kier („Nymphomaniac II“) und der US-amerikanische Regisseur Jerry Schatzberg („Asphalt-Blüten“).

Außerdem sollen bekannte Namen in die Schweiz reisen. Zu den Prominenten gehören etwa Gäste, die mit Ehren-Leoparden für ihr Lebenswerk oder besondere Leistungen ausgezeichnet werden. Darunter sind die französische Diva Bulle Ogier („Der diskrete Charme der Bourgeoisie“), die Hollywood-Schauspieler Edward Norton („Grand Budapest Hotel“) und Andy Garcia („Ocean's Eleven“) sowie die US-amerikanische Regie-Legende Michael Cimino („The Deer Hunter“).

"Heimatland", "Paradise" und "Te Prometa Anarquía" nominiert

Die schweizer-deutsche Koproduktion „Heimatland“ ist einer der mit deutscher Beteiligung realisierten Filme im Wettbewerb um den Goldenen Leoparden. Auch dabei: der iranisch-deutsche Film „Paradise“ und der mexikanisch-deutsche Beitrag „Te Prometa Anarquía“ („Ich verspreche Anarchie“). Im „Concorso Cineasti del presente“, dem Wettbewerb für Regisseure, die ihren ersten oder zweiten Film präsentieren, geht unter anderem der deutsche Horrorfilm „Der Nachtmahr“ des unter dem Künstlernamen AKIZ arbeitenden Achim Bornhak ins Rennen um eine Auszeichnung.

Eröffnet wird das Filmfest mit „Ricki and the Flash“, einem Familiendrama von „Das Schweigen der Lämmer“-Regisseur Jonathan Demme. In dem Film, der am 2. September in Deutschland anlaufen soll, spielt Meryl Streep eine Bandleaderin fortgeschrittenen Alters. Das 68. Internationale Filmfest Locarno findet in diesem Jahr vom 5. bis 15. August statt. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben