Filmfestspiele Venedig : Goldener Löwe für "The Wrestler"

Die Löwen sind vergeben. Und einmal mehr ist Venedig für eine Überraschung gut gewesen. Der japanische Film "Ponyo on the Cliff by the Sea", den das Publikum liebte, ging leer aus. Auch der deutsche Beitrag "Jerichow" konnte nicht überzeugen. Der deutsche Regisseur Werner Schroeter erhielt den Sonderpreis der Jury.

The Wrestler
Mickey Rourke spielt den alternden Ringer in "The Wrestler". -Foto: promo

Der 39-jährige New Yorker Regisseur Darren Aronofsky hat beim Filmfestival in Venedig den Goldenen Löwen gewonnen. Er erhielt den Preis für seinen Streifen "The Wrestler" mit Mickey Rourke in der Hauptrolle als alternder Show-Ringer, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Aronofskys Film war am Freitag als letzter in das Rennen um den Goldenen Löwen gegangen.

Der deutsche Regisseur Werner Schroeter ist beim Filmfestival von Venedig mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet worden. Die Jury der 65. Mostra ehrte den 63-Jährigen am Samstagabend für dessen "innovatives, kompromissloses und oft provokantes" Werk. Schroeter präsentierte in Venedig seinen neuen Spielfilm "Diese Nacht".

Der Silberne Löwe für die beste Regie ging an den jungen Russen Alexej German Jr. für "Papiersoldat". Als bester Schauspieler wurde der Italiener Silvio Orlando ("Il papà di Giovanna") mit einer "Coppa Volpi" bedacht, als beste Darstellerin die Französin Dominique Blanc ("L'Autre"). Die beste schauspielerische Nachwuchsleistung sah die Jury des 65. Festivals in der Rolle, die Jennifer Lawrence in dem Streifen "The Burning Plain" des Mexikaners Guillermo Arriaga ablieferte.

Hayao Miyazaki kam an den Lido und punktete mit dem anrührenden Animationsfilm "Ponyo on the Cliff by the Sea" beim Publikum - die Jury konnte er nicht überzeugen. In dem Film vermischte er die Geschichte von Hans Christian Andersens "Die kleine Meerjungfrau" mit dem modernen japanischen Alltag. Der Ausnahmeregisseur ist im Jahr 2005 in Venedig mit einem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bedacht worden.

Der deutsche Wettbewerbsbeitrag "Jerichow" von Christian Petzold ging leer aus. Insgesamt waren drei deutsche Koproduktionen unter den 21 Wettbewerbsfilmen. Den bisher letzten "deutschen Löwen" gab es 1982 für "Der Stand der Dinge" von Wim Wenders. Das Filmfest in Venedig gilt neben Berlin und Cannes als das weltweit wichtigste Festival. (nis/AFP/dpa)

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