Filmfestspiele von Venedig : Fatih Akin geht mit "The Cut" in den Wettbewerb

Das Programm der 71. Filmfestspiele von Venedig steht fest. Mit dabei: Fatih Akin mit seinem neuen Film "The Cut". Damit ist er der einzige deutsche Regisseur im Wettbewerb mit Chancen auf den Goldenen Löwen.

Fatih Akins "The Cut" geht als deutscher Beitrag ins Rennen um den Goldenen Löwen in Venedig.
Fatih Akins "The Cut" geht als deutscher Beitrag ins Rennen um den Goldenen Löwen in Venedig.Foto: dpa

Schon im Mai, kurz vor dem Filmfestival Cannes, hatte Fatih Akin verkündet, sein neuer Film „The Cut“ werde auf einem Festival im Herbst Premiere feiern. Nun haben die 71. Filmfestspiele Venedig (27. August - 6. September) ihr Programm bekanntgegeben: Akins 138-Minuten-Western, der Abschluss seiner Trilogie über „Liebe, Tod und Teufel“, läuft im Wettbewerb um den Goldenen Löwen.

Als Co-Produktion aus Deutschland dabei: „Sivas“, der Debütfilm des deutsch-türkischen Filmemachers Kaan Müjdeci. Zu den 20 Löwen-Anwärtern zählen außerdem Abel Ferraras Biopic „Pasolini“ mit Willem Dafoe, Joshua Oppenheimers „The Look of Silence“, der Nachfolgefilm zu seiner Doku „The Act of Killing“ , Werke von David Gordon Green, Roy Andersson, Andrej Kontschalowski, Mario Martone und vier französische Filme, darunter „Three Hearts“ von Benoit Jacquot, mit Charlotte Gainsbourg, Chiara Mastrioanni und Catherine Deneuve. Aus China ist "Beijing Bicycle“-Regisseur Wang Xiaoshuai  mit dem Thriller „Red Amnesia“ dabei, aus Japan Shinya Tsukamoto.

Zur Eröffnung läuft „Birdman“ von Alejandro González Iñárritu, zum Finale  Ann Huis „Golden Era“. Außer Konkurrenz stehen auch Ulrich Seidls Keller-Dokumentation „In the Basement“, Joe Dantes „Burying the Ex“  sowie  Filme  von Amos Gitai, Peter Bogdanovich und dem 105jährigen Portugiesen Manoel de Oliveira auf dem Programm. Lars von Trier zeigt den Director’s Cut  von „Nymphomaniac 2“.

In Deutschland war auch über eine Wettwerbsteilnahme des Christian-Petzold-Films „Phoenix“ spekuliert worden, der jedoch in Toronto läuft. Jury-Vorsitzender ist der französische Filmkomponist Alexandre Desplat; auch Philip Gröning, der 2013 mit der deutschen Produktion „Die Frau des Polizisten“  für Debatten am Lido sorgte, ist Mitglied der internationalen Jury.

Das Wettbewerbs-Programm im Überblick

"The Cut" von Fatih Akin (Deutschland)

"A Pigeon Sat on a Branch Reflecting on Existence" von Roy Andersson (Schweden)

"99 Homes" von Ramin Bahrani (USA)

"Tales" von Rakhshan Bani-Etemad (Iran)

"La Rancon de la Gloire" von Xavier Beauvois (Frankreich)

"Hungry Hearts" von Saverio Costanzo (Italien)

"Le Dernier Coup de Marteau" von Alix Delaporte (Frankreich)

"Pasolini" von Abel Ferrara (Italien)

"Manglehorn" von David Gordon Green (USA)

"Birdman" von Alejandro González Iñárritu (USA)

"Three Hearts" von Benoît Jacquot (Frankreich)

"Postman’s White Nights" von Andrej Končalovskij (Russland)

"Il Giovane Favoloso" von Mario Martone (Italien)

"Sivas" von Kaan Mujdeci (Türkei)

"Anime Nere" von Francesco Munzi (Italien)

"Good Kill" von Andrew Niccol (USA)

"Loin des Hommes" von David Oelhoffen (Frankreich)

"The Look of Silence" von Joshua Oppenheimer (Dänemark)

"Fires on the Plain" von Shinya Tsukamoto (Japan)

"Red Amnesia" von Xiaoshuai Wang (China)

(Tsp/dpa)

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