Filmförderung : 950.000 Euro für "Retter in der Nacht"-Verfilmung

Mit 950.000 Euro fördert die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen die Verfilmung des Buches "Retter in der Nacht" der Jüdin Marga Spiegel, die Opfer des Nationalsozialismusses wurde.

Düsseldorf - Die 1912 in Hersfeld geborene Autorin erzähle ihre bewegende Geschichte über Verfolgung und Hoffnung in Nazideutschland, teilte die Filmstiftung mit. Spiegel ist den Angaben zufolge eine Tante des verstorbenen ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, und lebt heute in Münster.

Marga Spiegel habe 1943 mit Mann und Tochter ihren damaligen Wohnort Ahlen verlassen und sei aufs Land geflohen, wo sie von westfälischen Bauernfamilien versteckt worden seien und so den Krieg überlebt hätten. In ihrem erstmals 1969 erschienenen "Retter in der Nacht" habe Spiegel ihre Erinnerungen aufgeschrieben, die jetzt unter dem Titel "Unter Bauern" verfilmt würden.

Nach prominenten Täterfilmen wie "Der Untergang" sei es wichtig, wieder die Opfer des Nationalsozialismus ins Zentrum zu rücken, sagte Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung. Es sei eine Geschichte aus Nordrhein-Westfalen, die Hoffnung verbreite. (tso/ddp)

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