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Zwei Stars mit Gin Tonic, ein Spitzenpolitiker in Feierabendstimmung und ein Lunch im San Nicci

Heißhunger auf Filme. Oskar Roehler kam zum Lunch der NRW-Filmstiftung. Foto: dpa
Heißhunger auf Filme. Oskar Roehler kam zum Lunch der NRW-Filmstiftung. Foto: dpaFoto: dpa

WEM DIE HERZEN ÜBERLAUFEN

Schade, dass die Beatles-Gitarre mit Signaturen von Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr und Produzent George Martin erst so spät unter den Hammer kam. Als Star-Auktionatorin Christiane zu Rantzau sie aufrief, hatten sich einige Gäste der „Cinema for Peace“-Gala schon auf die Suche nach der After-Show-Party begeben: Das gute Stück erbrachte dann immerhin noch 25 000 Euro. Das Schlusslied sang Anna Loos mit ihrer Band Silly und Jan Josef Liefers an der Gitarre: „With a Little Help from my Friends“. Knapp vier Stunden Programm, das ist für Engländer und Amerikaner schon das Äußerste. Allerdings ist es auch schwer, Stars zu stoppen, denen gerade das Herz überläuft. Ehrenpreisträger Sean Penn gab zu, dass er sich zusammen mit Bob Geldof den Abend mit Gin Tonic verkürzt hatte. Außenminister Guido Westerwelle kam erst kurz vor seinem späten Auftritt und hielt die Laudatio auf Penn weitgehend in der Galasprache Englisch. Im Laufe des Abends waren unter anderem Ornella Muti und Jens Lehmann auf die Bühne getreten, war Christopher Lee mit einer Standing Ovation gefeiert worden. Den Gesamterlös will Produzent Jaka Bizilj bekannt geben, sobald er notariell beglaubigt ist. Bi

DIE PARTY ZUM WETTER

Draußen pfiff der Wind unter den S-Bahn-Bögen am Schiffbauerdamm, als hätte Regisseur Marco Kreuzpaintner das Wetter passend zur Party inszeniert. Zum „Stormy Monday“ hatte der Filmemacher zusammen mit Fabian Wolfahrt und Christian Angermayer von der Firma Summerstorm Entertainment am Montag in die Bar Tausend geladen. Viele Prominente wie Anna Maria Mühe und Hannah Herzsprung trudelten hier kurz vor Mitternacht ein, offenbar darauf eingestellt, dass die Nacht in Zeiten der Berlinale zum Tage wird: „Guten Morgen“, wünschte zumindest Schauspieler Joachim Król gut gelaunt. In Feierabendstimmung war dagegen der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier. Er kam direkt aus dem Willy-Brandt-Haus, wollte sich den Besuch bei Kreuzpaintners Party aber nicht nehmen lassen. Steinmeier ist mit dem Regisseur befreundet, seit er ihn noch als Außenminister mit auf eine Reise nach Südamerika nahm. Schon am Donnerstag wird Kreuzpaintner wieder den Atlantik überqueren, dieses Mal Richtung Hollywood, wo er mit einem Star über sein neues Filmprojekt „Coming-In“ spricht. Mit wem, will er noch nicht verraten. Aber vielleicht ist das Ergebnis ja schon auf der nächsten Berlinale zu bewundern. sop

DER ERSTE ANTRAG KAM ZUM LUNCH

Am Dienstagmittag lud die Filmstiftung NRW traditionsgemäß zum Lunch ins San Nicci ein, für viele Filmemacher und Medienleute ein guter Ort, endlich auch mal über die Filme zu sprechen, die man gesehen hat. Für Regisseur Hannes Stöhr, der mit Mitteln der Stiftung unter anderem „Berlin Calling“ verwirklicht hat, wird die Retrospektive immer wichtiger, ganz besonders in diesem Jahr: „Wann hat man schon mal Gelegenheit, Ingmar Bergmann auf der Leinwand zu sehen?“ Noch einmal gefeiert wurde Wim Wenders für „Pina“. Petra Müller, die neue Chefin der Filmstiftung, sagte, dass die Förderung zentrales Thema bleibe, man aber verstärkt auch die neuen Medien im Hinblick auf Inhalte und Vertriebsformen ins Visier nehmen wolle. Auch das Standortmarketing will sie verstärken, obwohl mit Blick auf die Mieten in Düsseldorf nicht zu leugnen sei, dass man in Berlin noch besser leben kann. Sie begrüßte mit Günter Rohrbach den Produzenten von „Schtonk!“, der vor 20 Jahren den ersten Antrag auf Fördermittel bei der Stiftung gestellt hatte. Mit dabei waren auch Oskar Roehler, Sönke Wortmann, Regina und Tanja Ziegler, Stefan Arndt, Hannes Jaennicke und Tom Tykwer. Bi

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