Filmpreis : Die Golden-Globe-Gala bleibt von Streiks verschont

Die Bekanntgabe der Nominierungen für die Golden Globes läutet am Donnerstag die Filmpreis-Saison in den USA ein. Doch ob Hollywood bis zur Verleihung der Oscars im Februar von angekündigten Streiks verschont bleibt, steht in den Sternen.

Los Angeles Die Golden-Globe-Gala im Januar wird mit Sicherheit stattfinden. Der Event bleibt von einem möglichen Streik der Schauspieler in Hollywood verschont. Der Vorsitzende der Schauspieler-Gewerkschaft SAG, Alan Rosenberg, teilte am Mittwoch mit, dass eine Abstimmung über eine Arbeitsniederlegung in dem monatelangen Tarifstreit mit den großen Filmstudios erst am 23. Januar erfolgen wird.

Die Globe-Trophäen werden am 11. Januar verliehen. Als Favorit für eine der goldenen Weltkugeln gilt der Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit Hollywood-Star Brad Pitt über einen Mann, der nicht altert, sondern immer jünger wird. Auch der Batman-Film „The Dark Knight“ mit dem verstorbenen Heath Ledger hat Aussichten auf einen Preis. Als aussichtsreich gelten auch die Filme „Milk“ mit Sean Penn als homosexuellen Politiker und „Revolutionary Road“ mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio. Die Globes werden am 11. Januar 2009 verliehen und gelten als wegweisend für die Oscar-Verleihung im Februar.

Verhandlungen stecken in einer Sackgasse

Im vergangenen Januar war die Star-Gala, die gewöhnlich 20 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockt, dem monatelangen Streik der Drehbuchautoren zum Opfer gefallen. Aus Solidarität mit den Schreibern blieben die Schauspieler der Feier fern. Die traditionelle Show wurde durch eine knappe Pressekonferenz mit Verlesung der Gewinner ersetzt. Der 100 Tage lange Streik hatte Hollywood lahmgelegt und einen Milliardenschaden verursacht.

Der Arbeitsvertrag der Filmschauspieler mit den Studios ist bereits im Juli ausgelaufen. Die Gespräche über eine Verlängerung stecken seit Monaten in der Sackgasse. Die Schauspieler fordern mehr Geld bei der Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet und auf DVDs. Die Gewerkschaft will nun Anfang Januar ihren 120.000 Mitgliedern Stimmzettel zuschicken, auf denen sie sich für oder gegen einen Streik aussprechen können. Das Ergebnis soll frühestens am 23. Januar bekanntgegeben werden. Nur bei einer Zwei-Drittel-Mehrheit könnte es tatsächlich zu einer Arbeitsniederlegung kommen. (sgo/dpa/AFP)

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